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April 07 2015

c3o
21:41

Einführung in den Fefismus

Programmiersprachen sind komplex. Es dauert lange, sich in eine einzuarbeiten. Betriebssysteme sind komplex. All ihre verwinkelten Verzeichnisse, Prozesse und Configdateien zu kennen und wissen, was sie tun, ist eine langwierige Aufgabe. IT-Security ist ein hochkomplexes Feld, mit vielen Fallstricken und tausend Dingen, die man falsch machen kann.

Es gibt aber einige Leute, die haben sich dieses Wissen in einem erstaunlichen Maße angeeignet. Wir nennen sie “Nerds” oder “Experten” und die meisten von uns haben eine gewisse Ehrfurcht vor diesen Menschen, weil sie Dinge können und verstehen, die einige von uns nicht verstehen. Und manchmal haben diese Nerds dann auch selbst dieses Bild von sich: Dass sie Dinge verstehen, die andere nicht verstehen, macht sie, wie sie finden, kompetent auf eine gewisse, allgemeine Weise.

Und dann blicken sie auf die Welt, sehen politische Prozesse, sehen die Medienberichterstattung, sehen kriegerische Konflikte, sehen menschliche Interaktion und rufen:

“Das ist doch alles ganz klar! So und so einfach ist die Welt!”

Das Ganze hat aber einen Haken. Programmiersprachen sind nicht komplex. Es ist jedem möglich sie innerhalb eines Jahres komplett zu verstehen. Betriebsysteme sind nicht komplex. In jedes Betriebsystem kann man sich relativ schnell einfuchsen, wenn man ein, zwei gesehen hat. IT-Security ist nicht komplex. Es ist eine abzählbare Menge an Dingen, die man beachten muss und ein paar Denkkonzepte, die man lernen kann.

All das ist verstehbar und sogar restlos verstehbar. Ein Computer ist eine determinierte Maschine, das heißt, sie ist zwar relativ komplex, aber endlich in dem, was sie tun kann und somit ist sie intellektuell komplett erschließbar.

Und genau hier liegt der Unterschied zur restlichen Welt. Politik ist scheißenochmal komplex. Menschliche Interaktion ist megakomplex und die sich daraus egebenden Konflikte ebenfalls. Egal wie sehr sich jemand in diese Dinge einfuchst, sie werden niemals restlos verstehbar sein. Die meisten von uns haben sich an diesen Umstand gewöhnt. Er fordert uns jeden Tag eine gewisse Demut ab, eine gewisses Zurückzucken bevor man Dinge endgültig bewertet. Wir haben uns daran gewöhnt, dass wir niemals über vollständige Informationen verfügen, dass es Zufälle gibt und dass manche Dinge eben über den eigenen Horizont reichen und immer reichen werden.

Wir haben deswegen wissenschaftliche Fachbereiche für diese Dinge eingerichtet, die komplizierte Theorien aufstellen, die immer im Ungefähren argumentieren müssen und niemals mathematisch beweisbar sein werden. Die aber Annäherungen finden, in mühevoller Arbeit und teils jahrhundertelangen Diskursen. Aber das interessiert Fefeisten nicht.

Sie können sich damit nicht abfinden, Dinge nicht restlos verstehen zu können, denn sie sind intellektuell in Welten geprägt worden, die restlos verstehbar sind. Mit dem Überlegenheitsgefühl aus ihrer kleinen unterkomplexen Welt gehen sie also die Probleme der Menschheitsgeschicke an und unterwerfen sie ihrer eingeschränkten Systemlogik. Das ist der Kern der Nerdsupremacy und gleichzeitig ihres Denkfehlers.

Reposted bydingensworm23NorkNorkAluAlusoupitUpqueltosdemoiselle

October 11 2014

c3o
23:27
We [nerds/hackers] are still behaving like the rebel alliance, but now we’re the Empire. ...[Our] deeply-rooted tolerance of terrible behavior [is] driv[ing] people away. ...Our ingrained sense of victimization has become a perverse justification for bullying. ...

Our toleration of asshole behavior must end, and it’s such an integral part of nerd culture that nuking the entire thing from orbit is the only way to be sure.
Why nerd culture must die « Pete Warden
Reposted bymusternamewonkodarksideofthemoonelpollodiabloRKlordminxhanspeterwurstvoydNorkNorkFreXxXzweisatzekeliasraindancerCarridwenjaphykurosofakantewillidpnkdurchzugmondkroetequicquidastridAgnesmanxxn0gstraycatarabustobold

December 13 2012

c3o
17:18
Hacker culture is a great example of a meritocracy. Some of the most privileged of the privileged got together and formed a community around the idea that they were smarter than everyone else. They created an arbitrary set of metrics for membership and according to their metrics, they triumphed.
you keep using that word | Geek Feminism Blog
Reposted bymarcinkvoydlotterlebenyouamsignalpieylem235NorkNorkAnarchaponyriotsquadGreenSkyOverMefaseltinu-qinKryptonitebaumbaumbaumlordminxquicquidjaphyzweisatz02mydafsoup-01n0gkituraknichimtaktdanielbohrerrecognition

May 25 2009

c3o
20:30
On the face of it, one might expect a lot of political posturing from folks who are constructing an alternative to capitalism and corporatism. But the coders, hackers, and programmers who design sharing tools don't think of themselves as revolutionaries. ... The leaders of the new socialism are extremely pragmatic.
The New Socialism: Global Collectivist Society Is Coming Online
Reposted byfintastynoodleantifuchssofiasbrightbyte

May 11 2009

c3o
22:53
We're into questioning things and authority, but frontal fight isn't an issue. Rather, we're trying to build alternatives that render the oppressive system obsolete, and make it easier to traverse it through its holes. ...
By taking the stance of Us vs. Them, we [would] just [be] taking part in the domination system we actually reject.
Hellekin from /tmp/lab (Paris) on hacker space politics
I agree 100%!
Reposted byantifuchssushimako
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